Das wahre Gesicht

Es gab eine Zeit vor den Selfies. Es gab ein Warten auf die entwickelten Bilder. Es gab Abende mit Diashows im Familienkreis. Und es gab die spannende Frage: „Bin ich auch drauf? Und wenn ja, wie? Ich will schon vorkommen, doch bitte vorteilhaft.“ Manche mögen gar nicht aufs Bild. „Ich bin nicht fotogen“, meinen sie. Wie auch immer: Wer will sich schon so sehen, wie er wirklich ist?

Uns geht es oft wie Ödön von Horváth sagte: „Eigentlich bin ich ganz anders, aber ich komme so selten dazu.“ Genauso stellte der weise König Salomo fest: „Gott hat den Menschen aufrichtig gemacht; aber sie suchen viele Künste.“ Gott wünscht sich von uns Aufrichtigkeit. Er braucht keine schönen Bilder. Er will uns selbst. Gott kann auch mit dem umgehen, was uns selbst an uns nicht gefällt. Wenn Sie ihm Ihr „wahres Gesicht“ zeigen, kann er mit Ihnen etwas Neues beginnen.

Einen gesegneten Tag, Siegfried Leferink.

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