Herablassung

Es war in Princeton. Auf einer Parkbank saß ein kleines Schulmädchen und weinte. Ein freundlicher alter Herr fragte sie, was ihr fehle. Sie sagte: „Ich kann Mathe nicht!“ Da setzte er sich zu ihr und ließ sich die Aufgaben zeigen. Freundlich und geduldig erklärte er ihr alles. Jetzt lächelte sie wieder. Und später konnte sie sagen: „Ich habe bei Einstein Mathe gelernt!“, denn kein Geringerer war der nette Herr. Was für eine freundliche Zuneigung, fast schon Herablassung des berühmtesten Nobelpreisträgers Albert Einstein!

Ähnlich handelt Gott. Wenn wir auf die Krippe in Bethlehem und auf das Kreuz von Golgatha blicken, so sehen wir eine noch viel größere Herablassung. Gott selbst kam in unsere Welt, in unser selbst verschuldetes Elend, um uns zu retten. Wer das begreift, darf auch wieder Mut fassen wie das kleine Mädchen in Princeton.

 

Sie hörten einen Beitrag von Hermann Grabe, Sprecherin war Emilia Timpanaro.

Menü schließen