Zeig mir Gott

„Zeig mir das Meer“, sagt der kleine Fisch. „Na, du bist lustig. Das Meer ist überall.“ „Tut mir leid, aber ich sehe das Meer nicht.“ „Frag doch den Wal, der ist weit rumgekommen.“ Beim Wal angekommen, fragt der kleine Fisch: „Kannst du mir sagen, wo das Meer ist?“ „Setz dich auf meinen Rücken und halt dich fest.“ Der Wal setzt ihn buchstäblich an die Luft. Der kleine Fisch sieht das Meer und spürt, dass er nur dort auf Dauer leben kann.

„Zeig mir Gott“, sagt der kleine Mensch. Dabei leben wir so sehr von Gott, dass es in der Bibel heißt: „Gott ist ja für keinen von uns in unerreichbarer Ferne. Denn in ihm, dessen Gegenwart alles durchdringt, leben wir, bestehen wir und sind wir.“[1] Ohne ihn könnten wir nicht atmen, nicht leben. Ob wir das sehen oder nicht. Gott ist nicht unerreichbar, er ist näher als wir denken.

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Tag

Siegfried Leferink

[1] Apostelgeschichte 17,27-28 (NGÜ)

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